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"Wir sind jederzeit bereit"

Daniela Suter zeigt einige der wichtigsten Utensilien, welche die Sanitätsabteilung der Feuerwehr im Einsatz mitführt. Foto Monika Burger-Schwarzentruber

 

Die Leitung der Sanitätsabteilung obliegt in der Feuerwehr Neuenkirch / Hellbühl einer Frau. Daniela Suter-Portmann leitet ein Team von sieben weiteren weiblichen Feuerwehrleuten.

Monika Burger-Schwarzentruber

Mitglied des Samaritervereins Hellbühl ist Daniela Suter für die Spezialistenabteilung «Sanität» der Feuerwehr Neuenkirch / Hellbühl natürlich prädestiniert. «Im Jahr 2000 wurde ich angefragt, ob ich dem Korps der Feuerwehr Hellbühl beitreten möchte. Nach zwei, drei Jahren ohne Frauen in der Sanitätsabteilung hat man damals bemerkt, dass man das weibliche Geschlecht doch wieder, wie davor schon Jahre lang bewährt, ins Boot holen sollte», erklärt die in Ruswil aufgewachsene Hellbühlerin. Als dann im 2003 die
Feuerwehren Neuenkirch und Hellbühl fusionierten, waren weibliche Feuerwehreingeteilte für die Neuenkircher Feuerwehrmänner Neuland. «Man hat sich jedoch schnell an uns gewöhnt», schmunzelt Daniela Suter. Mittlerweile zählt die Feuerwehr Neuenkirch / Hellbühl 105 Eingeteilte, davon acht Frauen, welche sich alle in der Sanitätsabteilung engagieren.

«Verwundetennest» einrichten
Daniela Suter besucht für ihre Tätigkeit als Feuerwehrsanitäterin auch Weiterbildungen.  «Ich bin für die jährlichen drei Spezialisten-Übungen und die Schulungsübung für weitere Feuerwehrangehörige verantwortlich. Weiter ist es wichtig, dass, das Sanitätsmaterial immer «a jour ist» und von allen Frauen kompetent, rasch und fachgerecht eingesetzt werden kann, erzählt die 45-Jährige. Zu ihrem Pensum gehören ausserdem die jährliche Hauptübung sowie einige organisatorische und administrative Aufgaben. In einem Ernstfall richtet die Sanitätsabteilung zuerst einmal ein «Verwundetennest» ein. An einem «geschützten Ort» oder in unserem Zelt können Verletzte und Angehörige erste Hilfe erfahren. «Die Betreuung der Betroffenen und Angehörigen ist unsere Hauptaufgabe. Verletzte gab es bis jetzt zum Glück sehr selten», erklärt die Homöopathin und Familienfrau. Selbstverständlich üben die Feuerwehrsanitäterinnen auch immer wieder die lebensrettenden Sofortmassnahmen, oder wie man Brandwunden, Rauchvergiftungen, Rücken- oder andere Verletzungen vor Ort erstbehandelt. «Im Ernstfall ist die Ambulanz glücklicherweise schnell auf dem Schadenplatz.», ergänzt Daniela Suter.

Spontan reagieren
Daniela Suter weiss, warum sie zu ihrem Feuerwehrjob damals Ja sagte: «Ich mag gerne, wenn nicht alles durchgeplant werden kann und unvorhergesehenes passiert», schmunzelt sie. «In Notsituationen ist es entscheidend, ruhig zu bleiben und spontan zu entscheiden», betont die zweifache Mutter. Da ihre eigenen Kinder mittlerweile etwas grösser sind, ist es für Daniela Suter einfacher, «allzeit bereit» zu sein. «Man weiss bei einem Ernstfall nie genau, was einen erwartet. Es ist jedes Mal eine neue Herausforderung.» Bisher rückte die Feuerwehrfrau neben etlichen kleineren Einsätzen zu zwei Scheunenbränden aus. «Eindrücklich war auch die Nothilfe, welche wir nach dem Unwetter im 2005 in Malters leisteten. Dort halfen wir das Altersheim vom Schlamm zu befreien», erinnert sie sich. «Ich arbeite gerne mit Menschen, gebe gerne Wissen weiter und kann mit einem guten, sehr motivierten Team zusammenarbeiten. Ausserdem ist es ein wertvoller Dienst an der Mitbevölkerung. Mir bedeutet es viel, anderen in aussergewöhnlichen Situationen beizustehen und Unterstützung bieten zu können», antwortet sie auf die Frage, warum sie Freiwilligenarbeit leistet. Zudem, so findet sie, nützt einem das Wissen auch im privaten Alltag und Betroffene seien immer sehr dankbar für die Hilfe der Feuerwehr.

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