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"Den Menschen die Angst nehmen"

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Der Präsident des Samaritervereins Ruswil, Roger Duss, demonstriert an einem Phantom, wie man eine automatische externe Defibrillation (AED) und eine Herzmassage durchführt. Foto Monika Burger-Schwarzentruber

 

Es kann immer etwas passieren. Gut wenn man in einem Notfall weiss, wie man helfen kann. Dafür sorgt in Ruswil unter anderem der Präsident des Samaritervereines, Roger Duss. In Kursen bei ihm lernt man, bei medizinischen Ausnahmesituationen richtig zu reagieren.

Monika Burger-Schwarzentruber

An einem Nachmittag in den Osterferien vor rund 15 Jahren habe es ihm den «Ärmel rein genommen», schmunzelt der Ruswiler Roger Duss. Damals sass er im Rahmen des Ferienpasses «Carpe Diem» in einer Schnupperlektion des Samaritervereines. Diesen besuchte er gemeinsam mit einem Freund, Reto Aregger. Heute, etliche Jahre später, sind beide im Vorstand des Samaritervereines Ruswil: Reto Aregger als Aktuar und Roger Duss seit diesem Jahr als Präsident.

Lange Tage
Jeden Monat veranstaltet der Samariterverein interne Kurse, die so genannten Monatsübungen. Daneben werden immer wieder auch öffentliche Kurse organisiert. «Bekannt sind vor allem die
Nothilfekurse, welche man vor der Fahrprüfung absolvieren muss. Daneben ist beispielsweise auch der Kurs Notfälle bei Kleinkindern sehr beliebt», erzählt Roger Duss. Der 32-Jährige ist einer von vier Kursleitern des Samaritervereins Ruswil. Dreimal im Jahr veranstaltet der Verein das Blutspenden im Pfarreizentrum. Doch damit ist der Arbeit noch nicht genug. Die rund 40 aktiven Vereinsmitglieder, ihres Zeichens meist ausgebildete Samariter, leisten an öffentlichen Veranstaltungen wie Schwingfesten oder anderen Sportveranstaltungen Postendienst. In einem Postenwagen werden Notfälle vor Ort erstversorgt. «Gerade an den Partys in der Fasnachtszeit passieren immer wieder kleinere Unfälle. Dies ergibt dann für den Postendienst lange Tage – oder besser gesagt Nächte», beschreibt der Ruswiler. Daneben repräsentiert Roger Duss den Verein in der
Öffentlichkeit und gegenüber den Regional- und Kantonalverbänden. «Vieles geht über meinen Schreibtisch», sinniert der Vereinspräsident. So investiert Roger Duss pro Woche einige Stunden in die gemeinnützige Arbeit.

Etwas zurückgeben
Nach seinem Eintritt in den Samariterverein erhielt Roger Duss die Gelegenheit seinen Militärdienst im Sanitätsbereich zu absolvieren. «Ich konnte bei der Aushebung mit einem Empfehlungsschreiben des Samaritervereines einrücken», erinnert er sich lachend. Im Jahr 2000 schloss er die Ausbildung zum «Samariterlehrer» ab und darf sich heute Technischer Leiter/Kursleiter nennen. Sein Fachwissen nützt ihm auch in seinem Beruf als Kosmetiker mit eigenem Geschäft. Die Freiwillige Tätigkeit ist ihm sehr wichtig. «Ich bin der Meinung, man soll nicht immer nur die Hand aufhalten, sondern der Gesellschaft auch etwas zurückgeben», betont er. «Da ich ausserdem nicht viel für Sport übrig habe», schmunzelt er, «investiere ich meine Zeit in etwas Sinnvolles. Der Samariterverein  ist Teil des Roten Kreuzes.» Man erhalte als Kursleiter viel von den Teilnehmenden zurück, ist sich Roger Duss sicher. Auch erhalte der Verein viel Zuspruch und Wertschätzung von der Öffentlichkeit. «Ich bin stolz darauf, dass so viele Generationen in einem Verein motiviert zusammenarbeiten. Ich arbeite gerne mit Menschen und wenn man nur einer einzigen Person das Leben retten oder den Kursteilnehmern die Angst nehmen kann, lohnt sich der ganze Aufwand.»

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