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Margrit Bucher-Bättig: «Eltern sind sehr dankbar»

Margrit Bucher-Bättig vor ihrem Auto, mit dem sie einmal pro Woche Fahrdienst leistet. Foto Monika Burger-Schwarzentruber

 

Die 69-jährige Margrit Bucher-Bättig chauffiert jeden Mittwoch ein behindertes Kind in die Heilpädagogische Spielgruppe und bringt es abends wieder nach Hause zu seinen Eltern zurück.

Monika Burger-Schwarzentruber


«Es ist eine schöne Aufgabe», beschreibt Margrit Bucher ihren wöchentlichen Fahrdienst. «Anfänglich müssen die Kinder zwar häufig weinen, wenn ich sie fahre. Doch nach kurzer Zeit zeigen die Kleinen ganz deutlich, dass sie sich freuen», erklärt die Buttisholzerin. Bereits seit einiger Zeit fuhr die rüstige Rentnerin, organisiert durch die Spitex, kranke Personen zu Terminen. «Dann fragte mich Josef Schilliger, der die Fahrdienste organisiert, ob ich mir vorstellen könnte, behinderte Kinder zu chauffieren. Er habe das Gefühl, dass diese Aufgaben wohl in den Händen einer Frau besser aufgehoben sei», erzählt Margrit Bucher. Für einen kleinen Unkostenbeitrag und Kilometerentschädigung nimmt sie sich nun einmal pro Woche Zeit für «ihre» Kinder.

Wechselnde Familien     
In den vergangenen vier Jahren lernte Margrit Bucher bereits vier Kinder kennen. «Aus diesen Fahrten entstanden sehr freundschaftliche Verhältnisse zu den Familien», freut sie sich. Immer wieder erhält sie von den Eltern Zeichen der Dankbarkeit. Doch auch die Kinder zeigen auf ihre Art, dass sie ihre Privatchauffeurin gerne haben. «Manchmal möchten sie gar nicht mehr aussteigen», schmunzelt die fünffache Grossmutter. Die Kinder leben zu Hause bei ihren Eltern in Buttisholz, Grosswangen oder Willisau. An einem Tag pro Woche besuchen sie die heilpädagogische Spielgruppe in Sursee. Margrit Bucher führt sie morgens hin und holt sie gegen Abend wieder ab. «Wenn ich im Auto singe, sind sie zufrieden. Eines lernte sprechen, in der Zeit, als ich es fuhr. Als es «Magit» sagen konnte freute ich mich riesig», beschreibt die Frau ihre Erlebnisse mit den Vier- bis Sechsjährigen.

Ein «Luxus» für die Eltern
Die Kinder freuen sich auf den Tag in der Gruppe und die Eltern schätzen diesen «freien» Tag pro Woche. Eine Mutter habe ihr erzählt, dass ihr Fahrdienst für sie «Luxus» sei, freut sich Margrit Bucher aufrichtig. «Wenn ich nicht mehr fahren könnte, würde mir etwas fehlen. Manchmal denke ich voller Vorfreude daran, dass morgen wieder Mittwoch ist und ich dieses Kind fahren darf», sinniert die Freiwillige. Für die verwitwete Hausfrau bedeuten die Fahrten eine Abwechslung. Mittlerweile hat sie einen guten Kontakt mit der Spielgruppenleitung aufgebaut. Man schätzt es, dass die Kinder immer von der gleichen Person geführt werden. «Es ist eine Arbeit, die allen nützt: den Kindern, der Spielgruppe, den Eltern und auch mir selbst», resümiert Margrit Bucher.

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