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Martin Ineichen: «Ich will etwas zurückgeben»

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Martin Ineichen steht seit zwölf Jahren mit viel Herzblut und grossem Engagement als Jugileiter im Einsatz. Foto Michael Wyss

 

Sportvereine leben von der Freiwilligenarbeit und ihre Existenz hängt nicht zuletzt auch von den vielen ehrenamtlichen «Chrampfern» ab. Ein Schaffer im Hintergrund im Turnverein der Astoria Hellbühl ist unter anderem Martin Ineichen.

Michael Wyss


Es ist Freitag, kurz nach 18.15 Uhr. In der Turnhalle Rotbach Hellbühl ist es ziemlich still. Lediglich hört man ganz leise im Hintergrund die Musik. Es herrscht pure Konzentration und grosse Aufmerksamkeit unter den elf Jungs, die das heutige Training der Jugendriege besuchen. Nur einer spricht, nämlich der Jugileiter Martin Ineichen. Der 35-Jährige gebürtige Hellbühler und das heute mit seiner Familie in Neuenkirch wohnhafte Astoria-Aktivmitglied, bereitet die Jungs (Schüler der 5. Klasse bis 2. Oberstufe) seit mehreren Wochen auf die Turnerabende vor, die im April stattfinden. Ineichen: «Das Trampolinspringen, Fussball und Handball spielen, genau so die Dehnungs- und Gleichgewichtsübungen, gehören zur heutigen Lektion». Die Kinder freut es: «Ein hurra, super, oder cool ertönt aus der Jungschar.» Die Priorität bei der Astoria Hellbühl liegt eben ganz im polysportiven Bereich. Darin unterscheiden sich die Turnvereine auch von anderen Sportvereinen, die ihr Augenmerk gezielt auf eine Sportart richten. Ineichen: «Wir legen grossen Wert auf die Vielfalt der Sportarten, damit jedes Kind profitieren und seine Fähigkeiten und Stärken ausleben kann. Es ist wichtig, dass die Kinder während dem Wachstum möglichst viele verschiedene Sportarten betreiben. So entdeckten sie plötzlich vielleicht auch neue Fähigkeiten. Deshalb turnen wir an Geräten, üben Kraft und Koordination, trainieren leichtathletische Disziplinen und natürlich dürfen auch (Ball)-Spiele nicht fehlen.»

«Schöne Herausforderung»
Warum aber betreibt der Hellbühler, der seit der zweiten Klasse im Astoria Hellbühl mit dabei ist, seit bereits zwölf Jahren nun Freiwilligenarbeit als Jugileiter? «Ich konnte in früheren Jahren auch viel profitieren, erlebte eine bis heute unvergessliche Zeit in der Astoria-Familie. Von all dem möchte ich den Jungs etwas zurückgeben. Was gibt es denn Schöneres, als wenn die Kinder beim Ausüben ihres Hobbys Freude und Spass haben und doch mit Ehrgeiz und Ausdauer mit dabei sind.» Sich als Team auf Wettkämpfe, Turnerabende oder sonstige Anlässe vorzubereiten sei auch eine grosse und schöne Herausforderung für ihn. Auch das Vermitteln von Disziplin, Respekt und Fairness sei eine wichtige Aufgabe. Das Amt als Jugileiter, welches er immer wieder mit viel Elan und Enthusiasmus ausführe, bringe auch die nötige Abwechslung zum Berufsalltag als Wirtschaftsinformatiker. «In den Trainings mit den Jungs muss ich abschalten und in eine andere Welt eintauchen. Das tut gut und ist wichtig. Der Sportverein ist mir in all den Jahren ans Herz gewachsen und ein wichtiger Bestandteil meines bisherigen Lebens.»


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